Kooperation Schule

Die Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen Schule und Schülerbetreuung, egal ob diese nun intern (Betreuung/Ganztagsschule) oder extern (Hort/Schülerladen) organisiert ist, ist so vielfältig wie die Menschen, die diese verwirklichen.

Von daher wird sie bereits von Grundsatzentscheidungen der Beteiligten, wieviel Nähe zur anderen Institution gesucht wird, begrenzt sowie natürlich von den personellen und finanziellen Resourcen. Ich möchte hier an dieser Stelle einen Ideen-Katalog erstellen, wo und wie man miteinander kooperieren kann, ohne diese Grundsatzdiskussion zu führen. Jede/r muss selbst wissen, wie man sich einbringen kann und will und ich möchte deshalb diese Sammlung nicht von vorneherein beschnitten wissen.

Im anschließenden Forum ist ja dann der Raum, wo ihr euch gegebenfalls zu verschiedenen Ideen äußern könnt und eben auch kritisch in der Art: nicht unsere Aufgabe, nicht verheizen lassen, können wir uns nicht leisten, ist bei uns immer nur einseitig usw.

Dass viele KollegInnen sich über eine mangelnde Beachtung von Seiten des Lehrerkollegiums beschweren, ist mir wohl bekannt, aber es geht auch anders und nach meiner persönlichen Erfahrung geschieht dies insbesondere, wenn man gemeinsam arbeitet.

Bei dieser Ideen-Sammlung möchte ich auch nicht zwischen internen und externen Einrichtungen differenzieren, da sie prinzipiell bei beiden zutreffen können, auch wenn manchmal die Entfernung zur Schule natürlich Grenzen setzt. Andererseits werde ich auch Punkte aufführen, die für die internen Einrichtungen selbstverständlich sind, aber externe vielleicht noch gar nicht auf die Idee gekommen sind, eben diese bei der Schule nachzufragen.

Als Ausgangsbasis verwende ich die in der Konzeption der Betreuung der Schillerschule Dreieich aufgeführten Punkte, ergänzt durch weitere gemachte eigene Erfahrungen und Ideen und warte dann auf weitere Vorschläge von euch über das Postfach unter dem Stichwort Kooperation.

Nicht unerwähnt sollte auch bleiben, warum eine Kooperation angestrebt werden sollte.

 

  1. Die Nähe der Institutionen für ein besseres Wissen um die Kinder und für ein aufeinander abgestimmtes erzieherisches Wirken nutzen                       
  2. Bestandteil des Schul-Kollegiums zu sein und damit beachtet und respektiert zu werden
  3. keine bevorzugte, elitäre Kindergruppe innerhalb der Schule zu bilden
  4. zur gegenseitigen Entlastung und Bereicherung

 

zu 1)

  • Austausch über die Befindlichkeit und Entwicklung der Kinder mit den Lehrkräften
  • Hospitation in der Klasse
  • Absprachen bezüglich Förderungen oder erzieherischer Maßnahmen
  • gemeinsame Elterngespräche / Elternabende

 

zu 2 und 4)

  • Austausch und Abstimmung mit der Schulleitung über die Gestaltung und die Entwicklung des Betreuungsangebotes
  • Präsenz im Lehrerzimmer in den Pausenzeiten
  • Teilnahme an Konferenzen
  • Mitarbeit in der Planung und Durchführung bei schulischen Veranstaltungen ( z.B. Projektwochen, Aktionstagen, Schulfesten )
  • Mitarbeit in Arbeitsgruppen (Schulgarten, Schulprogramm, Sport-Team, Schulhofgestaltung, Umweltgruppe usw.
  • gegenseitige Unterstützung bei kurzfristigen Personalnotständen
  • Begleitung von Klassenfahrten
  • bspw. Übernahme der Leitung des Schülerrates durch den Leiter der Betreuung, im Gegenzug übernehmen LehrerInnen die hierdurch notwendige Vertretung in der Betreuung ( also fachliches KnowHow von Betreuungskräften für die ganze Schule nutzen und durch Lehrereinsatz ausgleichen)
  • gemeinsame Fortbildungen
  • Teilnahme an Kollegiumsausflügen / Weihnachtsfeiern usw.
  • Nutzung der Schulräume ( insbes. Turnhalle, Bücherei, Computer- / Werkraum )
  • gemeinsame Hausaufgabenbetreuung
  • Mithilfe in der Pausenaufsicht

zu 3)

  • Öffnung der Betreuung für alle Schulkinder in der Zeit von 07.30 – 08.00 Uhr
  • Spielstunden und Besuche einzelner Klassen in den Betreuungs-/Horträumen